Jahrelang haben viele Amazon-Seller ein wenig sichtbares, aber nützliches Feld genutzt: den Alt-Text von Bildern innerhalb von A+ Content und Brand Story. Dieses Feld ermöglichte es, diskret zusätzliche Keywords einzufügen und so die Indexierungsabdeckung zu erweitern, ohne Titel oder Bullet Points anzupassen. Heute ist diese Tür geschlossen. Amazon hat nämlich die Möglichkeit entfernt, Alt-Texte manuell einzugeben, und ersetzt sie durch Beschreibungen, die automatisch von künstlicher Intelligenz generiert werden.
Die Änderung ist bereits auf mehreren europäischen Marketplaces aktiv, und eine globale Ausbreitung gilt als sehr wahrscheinlich. Doch was ändert sich?
Alt-Text: Was hat Amazon geändert?
Amazon hat ein automatisches System eingeführt, das Alt-Texte für alle Bilder in den Modulen A+ Content und Brand Story generiert. Die Texte werden von der KI der Plattform erstellt, und nach vorliegenden Informationen hat Amazon bereits das Retro-Filling auch auf bestehende Brand-Story-Assets angewendet und die von den Sellern geschriebenen Texte durch automatisch generierte ersetzt.
Die Kontrolle über den Alt-Text wurde somit vollständig aus den Händen der Seller genommen, unabhängig von der Art des Moduls oder dem verwendeten Layout. Und es handelt sich keineswegs um eine teilweise oder experimentelle Änderung. Das System wurde nämlich so konzipiert, dass es standardisiert arbeitet und die Variabilität der auf der Plattform vorhandenen Inhalte reduziert.
Der Übergang ist in einigen Märkten bereits abgeschlossen, während die Implementierung anderswo noch im Gange ist. Wer Listings auf mehreren europäischen Märkten verwaltet, ist wahrscheinlich bereits auf die Unmöglichkeit gestoßen, diese Felder zu bearbeiten.
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Hat der Alt-Text wirklich Keywords indexiert?
Der Anlass dieser Änderung erlaubt es uns, mit einem oft unklaren Thema abzurechnen. Nämlich: Diente der Alt-Text wirklich dazu, Keywords zu indexieren? Die Antwort im Lichte der im Laufe der Zeit durchgeführten Tests lautet, dass der Alt-Text kein direktes Ranking-Feld war. Amazon nutzte ihn also nicht als primäres Signal für die organische Suche im traditionellen Sinne des Wortes.
Es ist jedoch auch wahr, dass viele Seller Korrelationen zwischen im Alt-Text eingefügten Keywords und der Sichtbarkeit bei bestimmten Suchanfragen festgestellt hatten, insbesondere bei Suchen in anderen Sprachen als Englisch, wie Spanisch. Der Verlust dieses Feldes hat bei spezifischen Suchanfragen zu Ranking-Einbußen geführt, die zuvor durch diese, wenn auch indirekte, zusätzliche Abdeckung unterstützt wurden.
In jedem Fall verlagert Amazon heute die Interpretation von Bildern hin zu Systemen der Bilderkennung (Image Recognition) und des automatischen kontextuellen Verständnisses. Die Engine bewertet den visuellen Inhalt autonom, ohne von Metadaten abhängig zu sein, die vom Seller geschrieben wurden. Dessen muss man sich einfach bewusst werden.
Welche Listings sind am meisten gefährdet?
Nicht alle Produkte sind der Neuerung gleichermaßen ausgesetzt. Die am stärksten gefährdeten Listings scheinen diejenigen zu sein, die im Laufe der Jahre einen Teil ihrer Keyword-Abdeckung auf diesem Feld aufgebaut hatten, ohne parallel die sicher indexierten Felder zu verstärken.
Insbesondere diejenigen, die den Alt-Text genutzt hatten, um:
- Keyword-Varianten abzudecken, die nicht im Titel enthalten sind
- Suchanfragen in Fremdsprachen auf internationalen Marketplaces zu erreichen
- neue Begriffe zu testen, ohne die Hauptstruktur der Listings zu ändern
könnten bereits einen Rückgang des Traffics bei einigen Suchanfragen verzeichnen. Das Monitoring der Performance der eigenen ASINs in den folgenden Wochen ist der erste Schritt, um das Ausmaß der realen Auswirkungen zu verstehen.
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Wohin nun mit den Keywords?
Die Änderung eliminiert nicht die Möglichkeit der Optimierung, zwingt aber dazu, dies in den Feldern zu tun, die Amazon für die Indexierung als wirklich relevant erachtet. Hier sollten Sie Ihre Bemühungen konzentrieren:
- Der Produkttitel bleibt das Feld mit dem höchsten Gewicht. Die relevantesten Keywords müssen hier vorhanden sein, möglichst im ersten Teil, wobei die Lesbarkeit und Konsistenz mit den Erwartungen des Käufers gewahrt bleiben muss.
- Die Bullet Points sind das zweite prioritäre Feld. Sie müssen Keywords mittlerer Bedeutung auf natürliche Weise enthalten, ohne erzwungen zu wirken, und Produktinformationen integrieren, die die häufigsten Fragen beantworten.
- Die Backend Search Terms bleiben ein wertvoller Platz für sekundäre Keywords, Synonyme, Begriffe in anderen Sprachen und Schreibvarianten. Viele Seller unterschätzen dieses Feld oder nutzen es desorganisiert: Eine Neuorganisation kann einen Teil der verlorenen Abdeckung kompensieren.
- Die FAQs innerhalb von A+ Content sind ein weiterer Bereich, in den es sich zu investieren lohnt. Es handelt sich um sichtbaren, crawl-baren und strukturierten Text, den Amazon lesen und interpretieren kann. Der Aufbau von Fragen und Antworten um relevante Keywords herum ist eine der effektivsten Techniken im aktuellen Kontext.
Den Fokus auf indexierte Textinhalte zu verlagern, ist die richtige Richtung: Amazon bevorzugt zunehmend Informationen, die gelesen, verifiziert und mit den Erwartungen der Nutzer verglichen werden können.
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