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Neuer Amazon Treibstoff- und Logistikzuschlag: Was sich für europäische Verkäufer ändert

Ab dem 17. April 2026 hat Amazon einen befristeten Treibstoff- und Logistikzuschlag eingeführt, der Verkäufer in den wichtigsten europäischen Märkten direkt betrifft. Die Entscheidung fällt in einen Kontext starker Instabilität auf den globalen Energiemärkten. Die Ölpreise steigen aufgrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten deutlich an, und die Auswirkungen auf die gesamte Gütertransportkette ließen nicht lange auf sich warten.

Warum Amazon diesen Zuschlag eingeführt hat

Der Anstieg der Betriebskosten im Logistiksektor ist mittlerweile eine Realität, mit der sich alle Marktteilnehmer auseinandersetzen müssen. Amazon gab an, diese Preiserhöhungen über einen gewissen Zeitraum intern aufgefangen zu haben, hat sich nun jedoch dazu entschlossen, einen Teil der tatsächlichen Steigerungen an die Verkäufer weiterzugeben – im Einklang mit dem Vorgehen anderer großer Versandunternehmen.

Dabei ist zu beachten, dass der Zuschlag nicht auf den Verkaufspreis des Produkts berechnet wird, sondern auf die Logistikgebühren. Eine Unterscheidung, die für die Einschätzung der tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung von entscheidender Bedeutung ist.

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Welche Länder und Dienste betroffen sind

Der Zuschlag von 1,5 % tritt am 17. April 2026 für Versand durch Amazon (FBA) in den folgenden Ländern in Kraft:

  • Großbritannien
  • Frankreich
  • Deutschland
  • Italien
  • Spanien
  • Polen
  • Schweden
  • Niederlande
  • Irland
  • Belgien.

Ab dem 2. Mai 2026 wird derselbe Zuschlag auch auf den Multichannel-Versand (MCF) ausgeweitet in:

  • Großbritannien
  • Frankreich
  • Deutschland
  • Italien
  • Spanien.

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Wie stark die Margen konkret betroffen sind

Im Durchschnitt liegt die geschätzte Auswirkung bei etwa 0,05 EUR oder 0,05 GBP pro Einheit für Produkte, die über FBA in Europa versendet werden. Dieser Wert ist jedoch ein Durchschnitt: Große oder schwere Produkte werden stärker betroffen sein, ebenso wie Produkte, die ohnehin schon geringe Margen aufweisen. Niedrigpreisige Produkte und sperrige Artikel sind am stärksten dem Risiko einer Margenverengung ausgesetzt.

Um eine genaue Schätzung zu erhalten, hat Amazon die folgenden Tools aktualisiert: Rentabilitätsanalyse, Kostenrechner und Kostenvorschau. Es empfiehlt sich, diese sofort zu nutzen, um SKU für SKU zu prüfen, wo das größte Risiko liegt.

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Was jetzt zu tun ist

Es empfiehlt sich nicht zu warten, bis der Zuschlag in Kraft tritt, um zu verstehen, wie man reagieren soll: Der richtige Zeitpunkt zum Handeln ist jetzt. Hier sind einige konkrete Maßnahmen:

  • Berechnen Sie die Brutto- und Nettomargen jedes Produkts neu, indem Sie 1,5 % zu den aktuellen Versandgebühren addieren.
  • Identifizieren Sie die anfälligsten Artikel, insbesondere solche mit großen Abmessungen oder bereits unter Druck stehenden Margen.
  • Prüfen Sie, ob es notwendig ist, die Preise vor dem 17. April anzupassen.
  • Gehen Sie nicht davon aus, dass der Zuschlag befristet ist: In der Vergangenheit hat Amazon ähnliche Zuschläge auch nach dem Abklingen der zugrunde liegenden Notlagen beibehalten.

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Der Marktkontext, der zu dieser Entscheidung führte

Die Ursache für diese Preiserhöhung liegt in der geopolitischen Instabilität, die die wichtigsten globalen Energieversorgungsrouten beeinträchtigt. Die Auswirkungen haben sich schnell auf alle Transportwege ausgebreitet: Der Seeverkehr verzeichnete aufgrund von Alternativrouten erhebliche Zeit- und Kostensteigerungen, während der Luftverkehr einen starken Druck auf die verfügbaren Kapazitäten erlebt. Die Dieselkosten sind sprunghaft angestiegen, was die Frachtführer nicht allein auffangen können. Die Weitergabe dieser Erhöhungen entlang der Logistikkette war daher absehbar.

Wie wir Ihnen helfen können, diese Änderungen zu bewältigen

Die Überwachung der Auswirkungen jeder Kostenänderung auf Hunderte von Artikeln ist manuell kaum effektiv durchführbar. Deshalb stellt ZonWizard europäischen Verkäufern Tools zur Rentabilitätsanalyse zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Margen in Echtzeit kontrollieren können, unter Berücksichtigung aller Kostenkomponenten, einschließlich der Änderungen der FBA- und MCF-Gebühren.

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